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Die Entstehung und die
Geschichte der freiwilligen Ortsfeuerwehr Landsee:
Die
Brandkatastrophen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts waren ein
wesentlicher Grund dass in den Städten und Dörfern des westungarischen
Raumes Verordnungen zur Verhütung von Bränden eingeführt wurden.
Die
vorherrschende Holzbauweise mit Strohdächern war Bränden gegenüber
besonders anfällig.
Aus
diesem Problem der Zeit heraus wurden die Freiwilligen Feuerwehren
gegründet. Die erste Freiwillige Feuerwehr wurde 1871 in der
burgenländischen Gemeinde Pinkafeld gegründet.
Der
Freiwillige Feuerwehrverein Landsee wurde am 12.10.1890 gegründet. 
In 19
Paragraphen waren die Statuten zusammengefasst. Die Mannschaftsstärke
betrug 26 Mann. Die Gründung fand unter dem Kommandanten
Josef
Jakowitsch statt.
Im Jahr
1893 wurde das erste Feuerwehrhaus fertig gestellt und am Kirtag den
8.
Oktober 1893 feierlich gesegnet. Als Erbauer werden Matthias Wallner und
Andreas
Schuneritsch genannt. Geräte zur Brandbekämpfung waren vollständig
vorhanden und bis zur Fertigstellung des Gerätehauses im Pfarrhof
untergebracht gewesen.
Während
der Kriegsjahre gab es keine Aufzeichnungen. 1922 wurde der
Feuerwehrverein neu organisiert. In den Aufzeichnungen erwähnt werden
1927 erstmals die Abhaltung eines Feuerwehrballes und eines
Feuerwehrkränzchens.
1930
wurde das 40 jährige Gründungsfest gefeiert.

1931
wurden zwei Feuerwehrmänner als Sanitäter ausgebildet.
Ab 1936
lautete die neue Bezeichnung „Ortsfeuerwehr Landsee“.
Durch
die Machtübernahme und den Anschluss an das Großdeutsche Reich kam es
auch in der Ortsfeuerwehr Landsee zu personellen Veränderungen.
Der
1937 neu bestellte Kommandant Michael Zethofer wurde von der NSDAP
abgelöst. Am 16. Jänner 1938 sprach man begeistert über den Neubau eines
Spritzenhauses. Gebaut wurde das Haus allerdings erst Anfang der 50er
Jahre an dem Standort, wo auch das heutige, neue Feuerwehrhaus steht.

Ab 23.
Mai 1940 gibt es keinerlei Aufzeichnungen. Es gab allerdings eine
„Frauenfeuerwehr“ von 1940 bis 1945 (Kriegsende) die die Aufgaben der
damals zur Wehrmacht eingezogenen jungen Männer übernehmen sollten.




Im
Jänner 1948 wurde der erste Feuerwehrball nach dem Krieg veranstaltet.

Mit
diesem Datum wurde auch wieder mit schriftlichen Aufzeichnungen
begonnen. Uniformen wurden neu angeschafft und die Ausrüstung ergänzt.
Bereits
1952 wurde das neue Gerätehaus eingeweiht.


Die 50er und 60er Jahre
zogen ruhig in das Land. Der Wiederaufbau und das Wirtschaftswunder
wirkten sich natürlich auch auf die Ortsfeuerwehr aus. Mit intensiven
Schulungen der Feuerwehrkameraden wurde begonnen.

1962 wurde eine
Feuerwache in der Blumau (Ortsteil von Landsee) gegründet.

1968
wurde für die Mitglieder eine neue „Arbeitsmontur“ angekauft. Das
nächste Jubiläum stand vor der Tür. Mittlerweile waren seit der Gründung
80 Jahre vergangen. 1970 wurde dieses Jubiläum gefeiert. Ab 1972 nimmt
eine Gruppe laufend an Bezirks- und Landesbewerben teil. 1974
wurde eine neue Motorspritze angeschafft und ihrer Bestimmung übergeben.
Patin war Maria Fasching. Zu dieser „Spritzenweihe“
wurden
die Kameraden auch mit neuen Uniformblusen ausgestattet.
Das
erste gebrauchte KLF wurde 1975 angekauft. Das Fahrzeug wurde auch mit
einem Fahrzeugfunkgerät und einem Handfunkgerät ausgestattet.
1982
wurde ein neues KLF angekauft und gesegnet. Die beiden Patinnen waren
Rosa Damberger und Dr. Hildegard Luka. Die Uniformen und
Ausrüstungsgegenstände wurden laufend ergänzt. Das Gerätehaus aus den
50er Jahren entsprach nicht mehr den Anforderungen.
1984
wurden erste Gespräche über den Neubau eines Feuerwehrhauses geführt.
1985
wurde eine neue Veranstaltungshalle bei Fam. Vollnhofer in der Blumau
errichtet. 1987 konnte aus den Erträgen der Veranstaltungen ein
Notstromaggregat angekauft werden.
1988
wurde mit dem Neubau des Feuerwehrhauses begonnen. Durch die damalige
schlechte finanzielle Lage der Gemeinde wurde das Feuerwehrhaus bis auf
das Bauprovisorium, welches von der Gemeinde bezahlt wurde, durch sehr
viel Eigenleistung und eigenen Mitteln die aus den Erträgen diverser
Veranstaltungen erzielt werden konnten finanziert. Auch die
Ortsbevölkerung beteiligte sich an diversen Arbeiten sowie durch
finanzielle Unterstützung.
Das 100
Jahr Jubiläum wurde um ein Jahr verschoben und gleichzeitig mit der
Segnung des neuen Feuerwehrhauses im Mai 1991 durchgeführt.
Aber
auch der technische Fortschritt brachte Probleme für die freiwillige
Ortsfeuerwehr mit sich. Die Betriebe in der kleinen Ortschaft wurden
weniger. So mussten die Arbeiter ihren Arbeitsplatz verlegen und wurden
zu Tages- oder Wochenpendler. Seit den 90er Jahren wurde versucht eine
finanzielle Unterstützung für den Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges zu
bekommen. Aber die finanzielle Lage der Gemeinde war immer noch sehr
schlecht. Um dem Pendlerproblem entgegen zu wirken und im Notfall mit
wenig Personal trotzdem schnell helfen zu können, konnte dies nur mit
einem Tanklöschfahrzeug bewerkstelligt werden. So wurde 1997 ein
gebrauchtes TLF 1000 angekauft. Auch die technische Ausrüstung wurde
ständig erweitert, da auch die Einsätze sich in diese Richtung
entwickelten.
Im Zuge
des EU – Beitrittes gibt es heute auch für die freiwilligen Feuerwehren
bestimmte Normen und Richtlinien zu erfüllen. So wurden auch neue Helme
und Schutzjacken angekauft.
Mittlerweile ist es auch mit Hilfe der Gemeinde und des Land
Burgenlandes möglich ein neues TLF 2000 anzuschaffen. Die Kosten dafür
liegen etwa bei €
200.000,- und die Anschaffung soll 2006 realisiert werden.
2006 konnte dann
tatsächlich das TLFA 2000 Fahrzeug angekauft werden!
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